Wirtschaftswort der Woche: Finfluencer

Finfluencer

Die gute Nachricht: Immer mehr junge Menschen interessieren sich für Geldanlage und Börse. Die schlechte Nachricht: Viele davon vertrauen auf die Empfehlungen von Finfluencern, also Influencern, die auf YouTube, Instagramm oder TikTok Tipps zu Finanzen geben. Dabei wird zu selten hinterfragt, ob der Finfluencer oder die Finfluencerin das Vertrauen der Follower überhaupt verdient.

Studien bewerten die Expertise der Online-„Finanzberater“ eher negativ. So kommt das Swiss Finance Insitut (SFI) zu dem Schluss, dass „nicht einmal 30 Prozent aller Finfluencer die für eine Beratung eigentlich notwendige Qualifikation besitzen.“ Das führt zu Verlusten bei der Geldanlage, insbesondere bei Copy-Trading-Strategien oder durch den Vertrieb hochriskanter Finanzprodukte oder teurer Online-Kurse.

Natürlich ist es zu begrüßen, dass Finfluencer durch ihre niedrigschwelligen Angebote und ihre lockere Art junge Menschen für Finanzthemen gewinnen. Allerdings fordern Experten in Deutschland eine Regulierung durch die BaFin, wie es sie etwa in Frankreich oder Australien bereits gibt. Finfluencer sollten demnach eine Art Führerschein machen, bevor sie mit Finanz-Content online gehen.

Wie schützt man sich nun vor schlechten Ratschlägen von Finfluencern? Offline wie online heißt es, Eigenverantwortung übernehmen, v.a. Quellen auf Seriosität prüfen, Finger weg von überzogenen Versprechen (z. B. 100 Prozent Rendite, 0 Risiko), mehrere Quellen nutzen. Eine gesunde Skepsis schützt davor, unseriösen Finanztipps auf den Leim zu gehen.

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